Nickelallergie – Medizinische Aspekte

Die Kontaktallergie ist nach dem Heuschnupfen die am häufigsten auftretende Allergie. Heute sind ca. 3.000 Kontaktallergene bekannt. Davon ist Nickel (II)-sulfat das mit Abstand reaktivste Allergen.

Bevor der Körper mit einem Symptom, wie beispielsweise einem entzündeten Ohrloch, auf den Kontakt mit Nickel reagiert, geht eine sogenannte Sensibilisierung voraus. Wissenschaftlichen Studien zufolge sind Personen, die Ohrschmuck und/oder Piercings tragen, überdurchschnittlich oft von einer Nickelsensibilisierung betroffen. Um diesem Umstand entgegenzuwirken hat die EU eine sogenannte Nickelverordnung erlassen. Diese ist für alle Schmuckstücke bindend und begrenzt auch die Nickel-Menge, die ein Schmuckstück, insbesondere ein Ohrring beim Tragen abgeben darf. Seit der Einführung der Nickelverordnung ist die Rate der Nickelallergien bei jungen Menschen zurückgegangen. Bei Personen mittleren Alters und älteren Personen ist die Rate der Nickelallergiker allerdings gleich geblieben. Hierzu gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Zum einen ist es möglich, dass sich die älteren Nickelallergiker ihre Sensibilisierung vor der Einführung der Nickelverordnung „erworben“ haben. Ein anderer Erklärungsansatz geht davon aus, dass die Sensibilisierung mit der Dauer des Kontaktes mit dem allergenen Material zusammenhängt. Dies führt zu der Schlussfolgerung, dass die Nickel- Abgabegrenzen durch die Nickelverordnung zwar auf ein sehr geringes Niveau reduziert werden. Allerdings kann der Körper bei häufigem Kontakt, und dies über viele Jahre hinweg, im Laufe der Zeit dennoch ausreichend „Abwehrkörper“ gegen das allergene Material (= Sensibilisierung) bilden, so dass die Nickelallergie erst in zunehmendem Alter ausbricht.

Eine einmal entstandene Sensibilisierung bzw. Kontaktallergie bleibt in der Regel lebenslang bestehen, da es sich um eine der stabilsten Reaktionsformen des Immunsystems handelt.

Faktoren wie Körperschweiß, Feuchtigkeit und höhere Temperaturen können die Nickel-Abgabemenge nach oben beeinflussen. Hierin liegt vermutlich der Grund, warum Ohrringe und Piercings einen so hohen Einfluss auf den Erwerb einer Nickelallergie ausüben können. Da es bislang keine medikamentösen Möglichkeiten gibt, eine Nickelsensibilisierung zu vermeiden oder eine bestehende Nickelallergie zu heilen, hilft ausschließlich die Vermeidung des Kontaktes mit dem allergenen Material. Aufgrund dieses hohen Einflusses von Ohrringen und Piercings im Zusammenhang mit einer Sensibilisierung gegenüber Nickel ist hier eine Kontaktvermeidung besonders sinnvoll.

Allerdings sind Reaktionen wie entzündete, brennende oder juckende Ohrlöcher auch immer wieder bei Personen zu beobachten, die nicht unter einer Nickelallergie leiden. Verantwortlich hierfür können unterschiedliche andere Metalle sein. So gilt z.B. Kobalt, das ebenfalls in vielen Legierungen enthalten ist, als häufiger Allergieauslöser.

Schließlich können eventuelle Verunreinigungen am Schmuck zu Irritationen führen. Dies könnte ein Grund dafür sein, warum manche Personen mitunter spontan auf ein Paar Ohrstecker reagieren, das sie zuvor problemlos tragen konnten. Häufig kann auch beobachtet werden, dass sich lediglich ein Ohrloch beim Tragen eines bestimmten Paars Ohrringe entzündet.

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